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Birgit Walter

Berliner Zeitung

 

 

Kontakt zu

Viola Roggenkamp über:

 

mail@viola-roggenkamp.de

 

 

 

 

 

„Sehr anrührend und in ihrer Vielfalt außerordentlich spannend.“

Marianne Krüll

Blattgold

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Madeleine Marti

Basler Zeitung

 

 

 

 

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Beitrag:

„Tom, ich bin eine Gans“

Tony Buddenbrook – die Entwertung vitaler Weiblichkeit

in der Reihe:

Theater und Universität im Gespräch,

herausgegeben von Ortrud Gutjahr; Band 4

Buddenbrooks von und nach Thomas Mann

 

Verlag Königshausen & Neumann Würzburg, 2006

 

 

Beitrag:

Katia Mann – Eine Jüdin, die keine Jüdin sein wollte

in der Reihe:

Jüdischer Almanach: Frauen

herausgegeben von Gisela Dachs

Suhrkamp Verlag, Frankfurt a. M., 2006

 

Erzählendes Sachbuch:

Frau ohne Kind

Gespräche und Geschichten einer Tafelrunde                            253 Seiten – 9.90 €

Piper Verlag, München, Taschenbuch, 2005

 

 

Die Autorin Viola Roggenkamp lud zwölf Frauen ohne Kind zu einem Festessen und ließ sie erzählen, warum sie so sind wie sie sind. Jede hat in dieser Tischrunde und dem daraus entstandenen Buch einen Vornamen, ein Alter (31 bis 53) und eine Geschichte – rührend, nüchtern oder kühl, doch immer überraschend und wunderbar erzählt. Auf keiner Seite wird gelangweilt.  (...) Interessant sind alle Geschichten. Sie füllen das ganze Spektrum der Kinderlosigkeit aus: von der unerfüllten starken Sehnsucht bis zur Sterilisation oder sonstigen energischen Ablehnung. (...) Das ist eine der Fragen, denen das Buch nachgeht: Was fehlt denn ohne Kind? (...) Das ist es wohl, worauf sich alle zwölf Frauen einigen könnten – auf eine selbstbestimmte Entscheidung und ein unbestimmtes Bedauern. Unbestimmt auch, weil es nicht nur einen Grund gibt für ihre Kinderlosigkeit. Zumindest nicht den einer zielgenauen kalten Karriereplanung. Für die meisten hat es sich einfach nicht ergeben. Die Umstände paßten nicht. Ohne zugehörigen Vater wollte zum Beispiel keine der Frauen ein Kind.

 

Essay über

Glückel von Hameln und Bertha Pappenheim

zur Herausgabe von

 Die Memoiren der Glückel von Hameln

Aus dem Jüdisch-Deutschen

von Bertha Pappenheim

 

320 Seiten – 14.90 €

Taschenbuch im Beltz Verlag, Weinheim und Basel, 2005

 

Aus dem Essay:

 

Glückel von Hameln und Bertha Pappenheim – zwei Frauen, die eines gemeinsam hatten: Sie verabscheuten männliche Bevormundung. Es trennte sie zwei Jahrhunderte. (...) Glickl Pinkerle aus Hamburg, 1645 geboren, mit vierzehn Jahren verheiratete Glückel von Hameln, jüdische Kauffrau, Mutter von zwölf Kindern und weibliches Oberhaupt einer weitverzweigten Familie, ist eine Frau des jüdischen Ghettos und eine Kauffrau, die in der Geschäftswelt Europas weit herumkommt; von Hamburg aus führen sie ihre Handelswege nach Danzig und Stettin in Polen, nach Kopenhagen und Amsterdam, nach Wien, Prag und bis ins Elsaß. (...) Bertha Pappenheim, zweihundert Jahre später, ist eine Tochter des großbürgerlichen Wiener Judentums, eine Jüdin zwischen Monarchie und Nationalsozialismus, zwischen viktorianischer Prüderie und Frauenbewegung. Sie war nicht verheiratet, und sie hatte keine eigenen Kinder. Als Feministin war sie in der jüdischen Welt und darüber hinaus eine geachtete Frau, engagiert, streitbar und umstritten. Auch sie reiste viel und allein.

Im Jahre 1691 beginnt Glückel ihr Leben aufzuschreiben. Wozu sie am Tage nicht kommt, treibt sie nachts um. Das Erinnern und Resümieren. Sie schreibt auf, was war, „daß ich nicht, Gott bewahr, in melancholische Gedanken sollte kommen“. Seite um Seite bei Kerzenlicht, mit Feder und Tinte. Sieben Bücher sollen es werden. Damit die Kinder und Kindeskinder erfahren, „von was für Leuten ihr her seid“. Während der folgenden achtundzwanzig Jahre werden aus ihren Erinnerungen zunehmend realistische Berichte aus der jüdischen Welt. Man weiß von keiner früher datieren autobiographischen Schilderung westjüdischen Lebens. Glückel von Hameln beendete ihre Aufzeichnungen 1719, fünf Jahre vor ihrem Tod. Rund zweihundert Jahre später, 1910, wird Bertha Pappenheim „Die Memoiren der Glückel von Hameln“ öffentlich machen.

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Mein Bild von ihm

Lesbische Frauen erzählen von ihrem Vater

 

239 Seiten – 9.95 €

Fischer Taschenbuch Verlag Frankfurt a. M. 2007

 

 

Die Geschichten in diesem Buch repräsentieren in ihrer Individualität vieles, was sich allgemein in Tochter-Vater-Paaren wiederfinden läßt, und sie zeigen dadurch ganz nebenbei, daß Homosexualität kein menschlicher Entwicklungsunfall ist, sondern einfach zur Familie gehört. Die Frauen, die hier über ihre Väter sprechen und die Geschichte ihrer Familie erzählen, sind Frauen, die es vorziehen mit einer Frau zusammenzuleben. Das könnte etwas über ihre Beziehung zu ihrem Vater aussagen. Nur – was?

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Von mir soll sie das haben?

Sieben Porträts von Müttern lesbischer Töchter

 

197 Seiten – 9.95 €

Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt a. M., 2006

 

Die Autorin befragt sieben Mütter in einem intensiven Gespräch und setzt dieses in einen Text um, der eine Mischung von Porträt, Interview und Reflexionen ist. Sie konfrontiert die Mütter mit Einwänden auf ihre Aussagen und kommentiert ab und zu deren Antworten. Dieses Verfahren ist spannend, stellt ungewohnte Fragen: Ist die Tochter anstelle der Mutter lesbisch geworden oder um der Konkurrenz mit ihr auszuweichen oder als Ausweg aus der drohenden familiären Depression hin zu einer eigenen Weiblichkeit? (…) Zu erfahren ist etwas über die unterschiedlichen Lebensweisen der Mütter (mit Mann, allein, in WG, mit Kindern von Frauen im Alter zwischen 48 und 74 Jahren aus West- und Ostdeutschland und aus der Schweiz, von Frauen mit unterschiedlicher Herkunft: eine ist die Tochter überzeugter FaschistInnen, eine mußte als Jüdin emigrieren, eine wurde Außenseiterin, als sie ein Kind von einem schwarzen Mann hatte. Die Vielfalt ist beeindruckend, vorschnelle Typisierungen gibt es nicht.